01.06.2010

Öle und andere Fette

Butter durch Öl ersetzen
In Backwaren kann Butter durch Öl und Wasser ersetzt werden. Butter besteht ca. zu 80 % aus Fett und zu 20 % aus Wasser. Öl ist reines Fett.
Beispiel:
Statt 100 g Butter 80 g Öl und 20 g Wasser
Statt 75 g Butter 60 g Öl und 15 g Wasser

--> (braunes) Ghee

--> Sahne steif schlagen

Kakaobutter
  • --> Kakaobohnen bestehen zu 54 % aus  Kakaobutter. Wird beim Mahlen der Schmelzpunkt von 32-36°C erreicht, tritt aus der Kakaomasse die Kakaobutter als Öl aus und kann ausgepresst werden. Dieses Öl härtet im Kühlschrank in 1-2 Tagen zu weißer sehr harter Butter und wird vor allem bei der Herstellung von --> Schokolade verwendet.
  • Die nach dem Auspressen verbleibende sehr trockene Kakaomasse wird zu Kakaopulver gemahlen, der je nach Grad der Entölung noch etwa 10 bis 20 % Kakaobutter enthält. 
  • In der Kosmetik hat die Kakaobutter hautpflegende Eigenschaften. Sie zieht auch schnell in die Haut ein und macht sie weich.
  • Die Kakaobohnen können z.B. hier: http://www.veggiesdelight.de/ oder hier: http://www.keimling.de/.cms/naturkost_rohkost_versand/2-1 bezogen werden.
Kokosöl (= ein Fruchtöl)
  • Kokosöl (= Kokosfett = Kokosbutter) wird durch das Auspressen des getrockneten Fleisches von reifen Kokosnüssen (= Kopra) gewonnen. 
  • Wird der Schmelzpunkt von ca. 25°C unterschritten, verfestigt sich das Öl. Bei 25°C ist es flüssig. 
  • Im Mund schmilzt es langsam, so dass wie beim Eiskonfekt ein kühlender Effekt entsteht. 
  • Es empfiehlt sich, nur kaltgepresstes Kokosöl zu verwenden.
  • Kokosöl ist universell einsetzbar, nicht nur zum Verzehr sondern auch zur Körperreinigung z.B. Abschminken und zur Körperpflege. 
--> Schokokoskoscreme - Schokokugeln, --> Kokosmilch und Kokoscreme

Nussöl
  • Haselnussöl
  • Walnussöl
  • Hanföl
Mandelöl
Kernöl
  • Sonnenblumenöl
  • Kürbiskernöl
Saatöl
  • Sesamöl
  • Mohnöl, z.B. --> hier
  • Leinöl (Leinsamenöl), z.B. --> hier
  • Schwarzkümmelöl
  • Senföl
Sheabutter
  • Wird aus der Nuss des Sheanussbaums in Zentralafrika gewonnen wird.
  • Schmelzpunkt bei 35-45°C. 
  • In der Kosmetik hautglättende Eigenschaften, besonders gut für trockene, empfindliche Haut. Heilende und desinfizierende Wirkung, auch wegen des natürlichen Anteils an Allantoin. Macht die Haut weich. Verleiht einer Creme eine sahnige Konsistenz. Pur auch sehr gut geeignet zur Pflege trockener Lippen und trockener Hautstellen.
Carnaubawachs
  • Sehr hartes Wachs, von einer Palme in Südamerika.
  • Schmelzpunkt bei 82-86 °C.
Ätherische Öle
  • Sind keine Öle im klassischen sind. Sie werden aus Pflanzen gewonnen und dieses Öl verflüchtigt sich mit der Zeit restlos. Es kann daher zur Verteilung des Duftes auf Textilien getropft werden ohne dass ein Fettfleck verbleibt.
  • 1 ml ätherisches Ölen entspricht 20 - 25 Tropfen. 2 Tropfen wiegen knapp über 1 g. 
  • In der Kosmetik auf 50 g Creme 5 bis maximal 10 Tropfen ätherisches Öl geben.
  • Die Öle verflüchtigen sich schnell bei höheren Temperaturen als ca. 30-35°C.
  • Das Öl stammt zu 100 % aus der angegebenen Pflanze, wenn es 100 % "naturrein" ist. Hier sind keine anderen Pflanzen beigemischt wie beim "natürlichen" Öl und es sind auch keine synthetischen Bestandteile enthalten wie beim "naturidentischen" Öl. Die naturreinen Öle sind essbar und können deshalb nicht nur in der Kosmetik und in Duftlampen verwendet werden sondern auch zur Aromatisierung von Speisen und Getränken wie hier bei den --> Pfefferminzkugeln
  • Teebaumöl klärt die Luft und wirkt desinfizierend, auch bei Hautunreinheiten.  
  • Lavendelöl: wirkt sehr gut bei Verbrennungen. Aus eigener schmerzhafter Erfahrung 03/2010 kann ich sagen, dass mir bei einer größeren Verbrennung folgendes geholfen hat:
    1. Die Brandverletzung sofort unter fließendem Wasser und  mit feuchten Umschlägen 15-20 Min. kühlen, nicht zu kalt wegen Erfrierungsgefahren, bis der Schmerz nachlässt, kaltes Wasser betäubt den Schmerz und verhindert ebenso wie Lavendelöl die Bildung von Brandblasen.  
    2. Eventuell eine Heil- und Wundsalbe dick auftragen und über Stunden einziehen lassen.
    3. Behandlung über Tage, mehrfach täglich, nur mit naturreinem ätherisches Lavendelöl, dieses unverdünnt auf die verbrannte Haut tupfen. Es sollte nicht oder nur wenig brennen. Lavendelöl ist eines der wenigen ätherischen Öle, das pur auf die Haut aufgebracht werden kann. Vorsicht aber in Augennähe. Es wirkt antiseptisch, beruhigt die Haut, fördert die Wundheilung und wirkt schmerzstillend. Gleichzeitig trocknet es die Haut und bereits entstandene Brandblasen aus. Die Haut heilt sichtbar. 
    4. Sobald die Haut nicht mehr nässt und anfängt zu spannen, mit der Pflege beginnen. Anfangs reines Kokosöl oder Aloe Vera.
    5. Dann weiter pflegen mit --> Ringelblumensalbe oder einer Creme wie der --> Avocadocreme mit Sheabutter (in der Abkühlphase kann noch gut Aloe Vera zugegeben werden). Hierdurch wird die Bildung neuer Hautzellen gefördert.
    6. Im Zweifel und vor allem bei einer sich anbahnenden Entzündung sofort zum Arzt gehen! 
  • Hier ist eine schöne Seite zu der Wirkung ätherischer Öle: http://www.aetherische-oele.net/   
Öle in der Kosmetik
  • Aprikosenkern-, Avocado-, Distel-, Mandel-, Soja-, Traubenkern- und Sonnenblumenöl dicken erst nach einiger Zeit in der Creme an. 
  • Um die Oxidation – das Ranzigwerden – von Ölen zu verhindern, wird oft Vitamin E (= Tocopherol) zugegeben. Dies ist nicht erforderlich bei stabilen Ölen, also solchen, die hauptsächlich aus gesättigten Fettsäuren bestehen wie Avocado-, Erdnuss-, Jojoba-, Oliven-, Palm- und Kokosöl. Diese Öle können hoch erhitzt werden und werden im Kühlschrank fest
  • Die Unverseifbaren sind die Bestandteile aus Ölen/Fetten, sie sich beim Kochen mit alkalischen Substanzen (Natrium- oder Kaliumlauge) nicht in Seife verwandeln lassen. Sheabutter hat einen Anteil von 6 % und Avocadoöl von 2 %. Die Unverseifbaren machen die Haut weich und haben feuchtigkeitsbindende Eigenschaften. Sie eignen sich gut zur Nachbehandlung von Narben.