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30.03.2011

Infos

Zu den Rezepten:
  • Zutaten wie Agar-Agar, Johannisbrotkernmehl, Guarkernmehl, Pfeilwurzelmehl, Kuzu, Konfigel, Kokosöl, Agavendicksaft können normalerweise in den Reformhäusern oder Naturkostläden gekauft werden. Weinsteinbackpulver gibt es mittlerweile in fast jedem Supermarkt.
  • Als Zucker verwende ich Rohrohrzucker, es sei denn, im Rezept ist etwas anderes vermerkt. 100 g Zucker entsprechen in der Süßkraft ca. 70 g Honig oder Agavendicksaft.
  • Pfeffer und Muskat werden nur frisch gemahlen verwendet. 
Geräte:
  • Ich koche mit dem Thermomix - TM 31 - von Vorwerk. Die Angaben in meinen Rezepten beziehen sich auf diesen. 
    • Wenn nichts anderes angegeben ist, wird der Messbecher aufgesetzt, das entspricht dann beim herkömmlichen Kochen dem aufgelegten Topfdeckel.
    • Im Thermomix werden bei Teigen meist alle Zutaten gleichzeitig in den Mixtopf gegeben und gut verrührt. Ohne Thermomix sollten erst die Butter mit den Eiern schaumig gerührt und dann die restlichen Zutaten zugegeben werden, damit der Teig schön locker wird. 
  • Dörrgeräte: bis 10/2012 Stöckli Dörrex Dörrgerät mit Kunststoffgittern (Durchmesser der Siebe 33,5 cm) seit 11/2012  Ezidri Snackmaker FD-500 (Durchmesser der Siebe 34,0 cm) 
  • Seit 2012 hilft auch ein Stabmixer und zwar der ESGE Zauberstab G 200 Gastro.
  • 03/2013 Getreidemühle und Flocker, Kombimühle Komo Duett 100 - Modell 2013
  • Im Backofen backe ich ohne nähere Angaben immer mit Ober-/Unterhitze auf der mittlere Schiene. Wer mit Umluft backen möchte, muss von der angegebenen Temperatur ca. 10% abziehen. Also z.B. 200°C Ober-/Unterhitze oder 180°C Umluft. Zu beachten ist aber, dass die Backwaren, vor allem Kleingebäcke, bei Umluft schnell austrocknen, daher möglichst ein Schälchen mit Wasser in den Ofen stellen. Die Backzeit bleibt gleich.
  • Seit 08/2014 Schwedenofen, Kaminofen, Lotus, Modell Sola M, Speckstein
    • Grillständer mit den Maßen: 20 cm (Länge) * 15 cm (Breite) * 15 cm (Höhe), vom Schlosser angefertigt. Wenn nur noch Glut vorhanden ist, den Grillständer in den Feuerraum stellen und gerade ausrichten.
    • Pizza-Backbleche, rund, mit Rand, Durchmesser 24 cm, Blaublech, unbeschichtet (so sind sie geeignet für bis zu 400 Grad Hitze)
  • Seit 08/2016 Pizzaofen Alfredo DLD9070 mit Cordieritstein und Lüfterset, für Pizza, Fladen, auch zum Grillen, ich verwende nur den Cordieritstein, nicht den ebenfalls mitgelieferten Schamottstein. Die Bratpfanne wird leider nicht mehr mitgeliefert und der Backraum ist nicht mehr so hoch wie zuvor. So verwende ich stattdessen meine 24 cm - Pizza-Backbleche  aus Blaublech, diese stelle ich auf den heißen Stein und setze die vordere innere Kante des Alfredo-Deckels auf den vorderen Rand der Backform auf, auf diese Weise ist der Backraum beim Überbacken zwar etwas geöffnet, aber es funktioniert dennoch gut.
  • Seit 2017 der Personal Blender.
  • 02/2020 Waffeleisen, Lagrange Super 2 Waffeln, mit den Platten: Waffelteller (für 2 große rechteckige Waffeln, ca. 3 Min. Backzeit) , Croque-Monsieur-Teller (für Toasts) und Spielplatte (für 4 dünne Waffeln, Kekswaffeln, ca. 2,5 Min. Backzeit). Alle Platten sind mit Antihaftbeschichtung so dass das Eisen normalerweise nur vor dem Ausbacken der ersten Waffel leicht eingefettet werden muss. 
Verwendete Backformen:
  • Souffleförmchen, Keramik, weiß, 8 cm Durchmesser, 4 cm Höhe 
  • Auflaufform, Keramik, weiß, Größe 14 * 14 cm
  • Auflaufform, Keramik, weiß, Größe 12 * 20 cm
  • Auflaufform, Keramik, weiß, Größe 22 * 22 cm
  • 26er Springform, Innenmaß 24,5 cm, Fassungsvermögen mit 1 cm Rand 470 ccm
  • 28er Quicheform, Keramik, weiß: Innenmaß ca. 25,5 cm, Fassungsvermögen mit 1 cm Rand 510 ccm
  • 28er Springform, Innenmaß 26,5 cm, Fassungsvermögen mit 1 cm Rand 550 ccm
  • 30er Kastenform, sauerteigbeständig
  • 32 cm runde Backform, Blech, Innenmaß: 28 cm, Fassungsvermögen mit 1 cm Rand 615 ccm (= halbes Backblech) 
  • Backblech, Innenmaß 39 mal 31 cm, Fassungsvermögen mit 1 cm Rand 1209 ccm  
  •  Backstein aus Cordierit, auf ein Backblech auf die unterste Schiene legen, Ofen auf 250°C vorheizen, Brot einschießen, nach ca. 20 Min. Backzeit abschalten, in 40-60 Min. fertig backen.  Bei Brötchen gleich ausgeschalten.

15.08.2010

Maße

  • 1 Prise =  Menge, die zwischen Damen und Zeigefinger passt = 0,6 ml
  • 1 Msp. = 2-3 Prisen
  • 1 TL = 5 ml
  • 1 EL = 15 ml
  • 1 MB (Messbecher) = 100 ml
  • 1 EL Butter = 10 g
  • 1 EL Sahne = 15 g
  • 1 EL Öl = 12,5 g
  • 1 EL Essig = 15 g
  • 1 EL Mehl = 10 g
  • 1 TL Salz = 5 g
  • 1 EL Honig = 20 g
  • 1 TL Zucker = 5 g
  • 1 EL Zucker = 10 g
  • Saft von 1 Zitrone = ca. 30 ml, bei einer großen Zitrone 60 ml
  • 1 Pck. Vanillezucker = 8 g 
  • 1 Würfel Hefe = 42 g 
  • 1 Pck. Trockenhefe entspricht 25 Gramm frischer Hefe
  • 1 Cup = 240 ml
  • 1 EL French-Press Kaffee = 6 g,  pro 250 g Wasser 12-16 g Pulver. Wasser aufkochen, 20 Sek. abkühlen lassen, Kaffeepulver übergießen, 4 Min. ziehen lassen, Stempel langsam herunterdrücken. Für French-Press nur grob gemahlenen Kaffee verwenden (im TM: 100 g Bohnen 30 Sek./Stufe 9, 250 g Bohnen 40 Sek./Stufe 9). 
  • --> Backpulver
  • --> Eier
  • --> Bindemittel

15.07.2010

Binde- und Geliermittel

Agar-Agar
  • Agar-Agar ist ein pflanzliches Geliermittel aus Meeresalgen in Pulverform (E406). Verkauft wird es unter anderem in Reformhäusern und Naturkostläden von verschiedenen Herstellern.
  • 1 TL Agar-Agar (= 3 g) entspricht etwa 6 Blatt Gelatine (= 10 g) und reicht aus, um 500 ml Flüssigkeit oder Fruchtmus zu gelieren. Das Gelee ist bei dieser Dosierung schnittfest, aber auch noch etwas weich, ansonsten 4-6 g verwenden.
  • Das Agar-Agar muss, damit es später vollständig geliert, 2 Min. in Flüssigkeit gekocht werden.
  • Werden mit Agar-Agar gekochte Wasserwürfel eingefroren und wieder aufgetaut, schmilzt das Wasser weg und übrig bleibt nur das Agar-Agar-Gerüst.
  • Zubereitung wenn noch kalte Zutaten zugegeben werden sollen:
    1. Agar-Agar und 100 ml oder mehr Flüssigkeit (Wasser, Saft, Fruchtpüree, Milch, Sahne usw.) in den Mixtopf geben. Bei weniger Flüssigkeit setzt sich eine Schicht Agar-Agar auf dem Topfboden ab.
    2. Kurz durchmischen.
    3. Die Masse aufkochen.
    4. 2 Min. kochen lassen, im Thermomix 2 Min./100°C/Stufe 1-3 ab Erreichen der Temperatur von 100°C.  
    5. Einige Min./Stufe 3 ohne Messbecher abkühlen lassen bis die Temperatur auf 50 bis 60°C gesunken ist. 
    6. Dann einige Min./Stufe 3 einstellen und die restlichen Zutaten, die nicht erhitzt werden sollen, langsam durch die Deckelöffnung zugeben. Bei großen Temperaturunterschieden und zu schneller Zugabe besteht die Gefahr, dass das Agar-Agar zu Klumpen erstarrt oder grisselig wird. Pürieren bei Stufe 10 ist jetzt noch möglich. 
    7. Die Masse 3-4 Stunden im Kühlschrank gelieren lassen. 
  • --> Torte mit Tortenguss, --> Panna Cotta
Johannisbrotkernmehl
  • Johannisbrotkernmehl (E 410) ist ein pflanzliches Bindemittel. Es wird aus den langen, flachen Schoten des im Mittelmeerraum heimischen Johannisbrotbaumes gewonnen und kann kalt oder warm verwendet werden. 
  • Es ist etwa fünfmal quellfähiger als Stärke und glutenfrei.
  • Verkauft wird es z.B. in Reformhäusern und Naturkostläden. Im Handel ist Johannisbrotkernmehl auch als Biobin oder Bindobin erhältlich (dann wegen möglicher Zusatzstoffe bitte auf der Verpackung nochmal nach der Glutenfreiheit schauen). In den Bindobin-Gläschen ist ein kleiner grüner Messlöffel (Abkürzung ML), der sehr gut als Maßeinheit dient. 
  • 1 ML = 0,5 TL = 1 g und entspricht etwa 5 g Stärke
  • Dosierung:
    • 3 ML auf 200 ml für Tortenguss, 5 Min./90°/Stufe 2  
  • Wird das Johannisbrotkernmehl nicht aufgekocht, dauert es relativ lange bis die Masse andickt.
  • Bei hoher Dosierung, etwa ab 6 ML Johannisbrotkernmehl auf 500 ml Flüssigkeit, werden die Speisen schleimig.
Guarkernmehl
  • Guarkernmehl (E 412) ist ein pflanzliches Bindemittel. 
  • Es wird aus einem Teil des Samens des indischen Guarbaumes gewonnen indem die Schicht, die den Keimling umgibt (Endosperm) isoliert, gemahlen und erhitzt wird.
  • Es ist etwa achtmal quellfähiger als Stärke und glutenfrei.
  • Verkauft wird es z.B. in Reformhäusern. 
  • Das Gewicht und das Volumen entsprechen etwa dem des Johannisbrotkernmehls, so dass der grüne Messlöffel (= ML) aus dem Bindobin-Gläschen gut für die Dosierung verwendet werden kann: 1 ML = 0,5 TL = 1 g. 
  • Guarkernmehl bindet sofort und zwar sowohl heiße als auch kalte Flüssigkeit. 
  • Das Guarkernmehl dient auch als Emulgator. Es verdickt daher nicht nur die Flüssigkeiten sondern verleiht ihnen auch eine softige / sahnige und cremige Konsistenz. So wird es in der Lebensmittelindustrie vor allem bei der Herstellung von kalorienreduzierten Joghurts, Desserts und Speiseeis verwendet, aber auch als Feuchthaltemittel --> im Brot.
Kuzu
  • Weißes, besonders hochwertiges Stärkepulver. Glutenfreies Verdickungs- und Geliermittel, auch Heilmittel gegen Darmbeschwerden und Herz-Kreislauf-Probleme. Gilt als edelstes Eindickungsmittel der Welt. Kuzu ist ein Extrakt aus Wurzel der Kuzupflanze, einer Kletterpflanze, die wild in den Bergen Japans wächst. 
  • Gibt den Speisen einen samtigen Glanz.
  • Verkauft wird es z.B. in Reformhäusern und Naturkostläden. Es sind dann kleine Brocken.
  • Bei der Verwendung Kuzu in kalter Flüssigkeit (Wasser / Mich / Saft) auflösen und unter Rühren kurz aufkochen bis die Masse klar wird und andickt. Dann die restlichen Zutaten zugeben. 
  • 1 EL = 10 g und reicht zum leichten Andicken von 500 ml Flüssigkeit.
  • Nicht einfrieren, der Guss wird dann zäh.  
  • --> Tortenguss
Stärke
  • Kann aus allen stärkehaltigen Lebensmitteln gewonnen werden. Bei uns hauptsächlich aus Mais und Kartoffeln. Die Bindekraft variiert dementsprechend, ist aber bei der Maisstärke wegen deren  --> starken Wasseraufnahme besonders hoch und zwar etwa doppelt so hoch wie bei Weizenmehl.
  • Die Stärke muss normalerweise mit kalter Flüssigkeit angerührt werden und sollte dann 2-3 Min. aufkochen.
  • --> Maisstärke im Pudding
  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver kann ersetzt werden durch 40 g Maisstärke und Vanille.
  • Beim Pfeilwurzelmehl, auch Arrowroot genannt, handelt es sich ebenfalls um eine Stärke. Sie wird gewonnen indem die Wurzel der Marante, einer tropischen Pflanze, getrocknet und gemahlen wird.  Es handelt sich um eine natürliche glutenfreie Stärke, die z.B. in Naturkostläden verkauft wird. Man kann es wie jede andere Stärke zum Andicken und Binden verwenden. Hier für --> Sauce.
    Mehl
    • Bindet beim Kochen und sollte auch mehrere Minuten aufgekocht werden, damit kein Mehlgeschmack verbleibt.
    • Es wird
      • vor der Flüssigkeitszugabe --> über das Kochgut gestreut und kurz mit gebraten oder 
      • in kalter Flüssigkeit angerührt, dann zum restlichen Kochgut gegeben und mitgekocht oder 
      • wie bei der klassischen --> Bechamelsauce angeschwitzt. 

    Flohsamenschalen
    • Bei den Flohsamenschalen handelt es sich um die Schalen des Sames eines Wegerichgewächses. Sie quellen in kalter Flüssigkeit bis auf das 20-fache ihres Volumens auf. Beim Verzehr von Flohsamenschalen sollte immer viel getrunken werden.
    • Gemeinhin werden sie als hochwirksame Abführhilfe eingesetzt, aber auch um schnell ein Sättigungsgefühl zu erreichen. 
    • Sie eignen sich gut, um Speisen in Rohkostqualität herzustellen, z.B. um kalte Suppen oder Fruchtgrützen anzudicken. 
    • Quellzeit 10-30 Min., 1 EL = 10 ml = 5 g Flohsamenschalen.
    • --> Marmelade, --> veganer Mandelpudding
    Lupinenmehl
    • aus den Bohnen der heimischen Lupinenpflanze (Blume), wird wie Sojamehl verwendet, zur Bindung und als --> Eiersatz
    • 1 EL Lupinenmehl = 6 g, die ganzen Bohnen können in der Getreidemühle, beginnend auf grober Einstellung, gut selbst zu Mehl gemahlen werden.

    30.06.2010

    Eier


    • Gewicht von Eiern (mit Schale):
      1 Ei der Größe S................= unter 53 g
      1 Ei der Größe M...............= 53-63 g (20 g Eigelb + 30 g Eiweiß)
      1 Ei der Größe L................= 63-73 g
      1 Ei der Größe XL.............= über 73 g
       Ohne besondere Angabe werden in den Rezepten immer Eier der Größe M mit einem Gewicht von 50 g ohne Schale verwendet.  
    • Eier kochen:
      1. 500 ml kaltes Wasser in den Mixtopf füllen.
      2. Bis zu 8 Eier der Größe M aus dem Kühlschrank in den Gareinsatz geben. 
      3. Den Gareinsatz einhängen. 
      4. 11,5 Min./Varoma/Stufe 1 für wachsweiche Eier - das Eiweiß ist fest und vom Eigelb ist nur der äußere Rand fest.  
      5. 15 Min./Varoma/Stufe 1 für hart gekochte Eier - das Eiweiß und das Eigelb sind fest.  Werden die Eier zu lange gekocht, bekommen sie einen grünen Rand.
    • Eiweiß steif schlagen:
      1. Den Rühraufsatz auf das Messer des sauberen, fettfreien und trockenen Mixtopf setzen.
      2. 4 Eiweiße und 1 Prise Salz hineingeben und 3 Min./Stufe 3,5 rühren. 
      3. Sollte das Eiweiß nach dieser Zeit nicht ausreichend fest sein, einfach noch etwas Zeit zugeben. Geht auch mit weniger und mehr Eiweißen, dann die Rührzeit anpassen, so reichen für 2 Eiweiße normalerweise 2 Min. aus. --> Meringen
    • Eischnee unter den Teig heben, 1-4 Sek./Stufe 3,5 mit Rühraufsatz. Es geht aber auch 10-30 Sek./Stufe 2-3 ohne Rühraufsatz. Vorsichtig vorgehen, damit der Eischnee nicht zerschlagen wird.
    • Eigenschaften: Eier sind frisch, wenn sie roh (mit Schale) in einem Glas Wasser auf den Glasboden sinken, ein 1-2  Wochen altes Ei stellt sich auf und ein älteres Ei schwimmt an der Oberfläche, denn die Luftkammer im Ei wird mit zunehmendem Alter größer. Salmonellen sollen absterben, wenn die Eier 10 Min. auf 70°C erhitzt werden. Eiweiß gerinnt ab ca. 63°C und Eigelb gerinnt ab ca. 83°C. Eiweiß kann eingefroren und nach dem Auftauen steif geschlagen werden.
    • Eiersatz: 
      • 1 Ei kann ersetzt werden durch:  1 EL gem. Leinsamen (= 10 g), sogenanntes Leinsamenei oder 1 EL Sojamehl oder 1 EL --> Lupinenmehl = 6 g oder 1 TL --> Johannisbrotkernmehl oder 1 TL --> Weinsteinbackpulver und 50 g Wasser gut verrühren, 30 Min. quellen lassen.
      • Daneben gibt es je nach Verwendungszweck noch andere zahlreiche    Möglichkeiten, das Ei zu ersetzen, z.B. durch Bananen oder Apfelmus.
      • Als Ei-Geschmacks-Ersatz kann  Kala Namak Salz verwendet werden, siehe unter -> Belegtes Brot mit Avocado.

    10.06.2010

    Käsesorten

    • Weichkäse ist schnell gereifter Käse, der nur kurz gelagert wird wie z.B. 
      • Feta (aus Schafs- bzw. Ziegenmilch, in Salzlake gereift, Salzlakenkäse)
      • Hirtenkäse (aus Kuhmilch, in Salzlake gereift, nach Feta-Art, Salzlakenkäse)
      • Brie, Camembert
    • Sauermilchkäse wird aus Quark oder Dickmilch hergestellt wie z.B. 
      • Harzer
      • Handkäse
      • Kochkäse
    • Hartkäse lagert 3 Monate oder länger, verliert dabei sehr viel Flüssigkeit und bekommt eine feste Rinde wie z.B. 
      • Parmesan (aus Kuhmilch)
      • Pecorino (überwiegend aus Schafsmilch)
      • Emmentaler
      • Bergkäse.

    01.06.2010

    Öle und andere Fette

    Butter durch Öl ersetzen
    In Backwaren kann Butter durch Öl und Wasser ersetzt werden. Butter besteht ca. zu 80 % aus Fett und zu 20 % aus Wasser. Öl ist reines Fett.
    Beispiel:
    Statt 100 g Butter 80 g Öl und 20 g Wasser
    Statt 75 g Butter 60 g Öl und 15 g Wasser

    --> (braunes) Ghee

    --> Sahne steif schlagen

    Kakaobutter
    • --> Kakaobohnen bestehen zu 54 % aus  Kakaobutter. Wird beim Mahlen der Schmelzpunkt von 32-36°C erreicht, tritt aus der Kakaomasse die Kakaobutter als Öl aus und kann ausgepresst werden. Dieses Öl härtet im Kühlschrank in 1-2 Tagen zu weißer sehr harter Butter und wird vor allem bei der Herstellung von --> Schokolade verwendet.
    • Die nach dem Auspressen verbleibende sehr trockene Kakaomasse wird zu Kakaopulver gemahlen, der je nach Grad der Entölung noch etwa 10 bis 20 % Kakaobutter enthält. 
    • In der Kosmetik hat die Kakaobutter hautpflegende Eigenschaften. Sie zieht auch schnell in die Haut ein und macht sie weich.
    • Die Kakaobohnen können z.B. hier: http://www.veggiesdelight.de/ oder hier: http://www.keimling.de/.cms/naturkost_rohkost_versand/2-1 bezogen werden.
    Kokosöl (= ein Fruchtöl)
    • Kokosöl (= Kokosfett = Kokosbutter) wird durch das Auspressen des getrockneten Fleisches von reifen Kokosnüssen (= Kopra) gewonnen. 
    • Wird der Schmelzpunkt von ca. 25°C unterschritten, verfestigt sich das Öl. Bei 25°C ist es flüssig. 
    • Im Mund schmilzt es langsam, so dass wie beim Eiskonfekt ein kühlender Effekt entsteht. 
    • Es empfiehlt sich, nur kaltgepresstes Kokosöl zu verwenden.
    • Kokosöl ist universell einsetzbar, nicht nur zum Verzehr sondern auch zur Körperreinigung z.B. Abschminken und zur Körperpflege. 
    --> Schokokoskoscreme - Schokokugeln, --> Kokosmilch und Kokoscreme

    Nussöl
    • Haselnussöl
    • Walnussöl
    • Hanföl
    Mandelöl
    Kernöl
    • Sonnenblumenöl
    • Kürbiskernöl
    Saatöl
    • Sesamöl
    • Mohnöl, z.B. --> hier
    • Leinöl (Leinsamenöl), z.B. --> hier
    • Schwarzkümmelöl
    • Senföl
    Sheabutter
    • Wird aus der Nuss des Sheanussbaums in Zentralafrika gewonnen wird.
    • Schmelzpunkt bei 35-45°C. 
    • In der Kosmetik hautglättende Eigenschaften, besonders gut für trockene, empfindliche Haut. Heilende und desinfizierende Wirkung, auch wegen des natürlichen Anteils an Allantoin. Macht die Haut weich. Verleiht einer Creme eine sahnige Konsistenz. Pur auch sehr gut geeignet zur Pflege trockener Lippen und trockener Hautstellen.
    Carnaubawachs
    • Sehr hartes Wachs, von einer Palme in Südamerika.
    • Schmelzpunkt bei 82-86 °C.
    Ätherische Öle
    • Sind keine Öle im klassischen sind. Sie werden aus Pflanzen gewonnen und dieses Öl verflüchtigt sich mit der Zeit restlos. Es kann daher zur Verteilung des Duftes auf Textilien getropft werden ohne dass ein Fettfleck verbleibt.
    • 1 ml ätherisches Ölen entspricht 20 - 25 Tropfen. 2 Tropfen wiegen knapp über 1 g. 
    • In der Kosmetik auf 50 g Creme 5 bis maximal 10 Tropfen ätherisches Öl geben.
    • Die Öle verflüchtigen sich schnell bei höheren Temperaturen als ca. 30-35°C.
    • Das Öl stammt zu 100 % aus der angegebenen Pflanze, wenn es 100 % "naturrein" ist. Hier sind keine anderen Pflanzen beigemischt wie beim "natürlichen" Öl und es sind auch keine synthetischen Bestandteile enthalten wie beim "naturidentischen" Öl. Die naturreinen Öle sind essbar und können deshalb nicht nur in der Kosmetik und in Duftlampen verwendet werden sondern auch zur Aromatisierung von Speisen und Getränken wie hier bei den --> Pfefferminzkugeln. 
    • Teebaumöl klärt die Luft und wirkt desinfizierend, auch bei Hautunreinheiten.  
    • Lavendelöl: wirkt sehr gut bei Verbrennungen. Aus eigener schmerzhafter Erfahrung 03/2010 kann ich sagen, dass mir bei einer größeren Verbrennung folgendes geholfen hat:
      1. Die Brandverletzung sofort unter fließendem Wasser und  mit feuchten Umschlägen 15-20 Min. kühlen, nicht zu kalt wegen Erfrierungsgefahren, bis der Schmerz nachlässt, kaltes Wasser betäubt den Schmerz und verhindert ebenso wie Lavendelöl die Bildung von Brandblasen.  
      2. Eventuell eine Heil- und Wundsalbe dick auftragen und über Stunden einziehen lassen.
      3. Behandlung über Tage, mehrfach täglich, nur mit naturreinem ätherisches Lavendelöl, dieses unverdünnt auf die verbrannte Haut tupfen. Es sollte nicht oder nur wenig brennen. Lavendelöl ist eines der wenigen ätherischen Öle, das pur auf die Haut aufgebracht werden kann. Vorsicht aber in Augennähe. Es wirkt antiseptisch, beruhigt die Haut, fördert die Wundheilung und wirkt schmerzstillend. Gleichzeitig trocknet es die Haut und bereits entstandene Brandblasen aus. Die Haut heilt sichtbar. 
      4. Sobald die Haut nicht mehr nässt und anfängt zu spannen, mit der Pflege beginnen. Anfangs reines Kokosöl oder Aloe Vera.
      5. Dann weiter pflegen mit --> Ringelblumensalbe oder einer Creme wie der --> Avocadocreme mit Sheabutter (in der Abkühlphase kann noch gut Aloe Vera zugegeben werden). Hierdurch wird die Bildung neuer Hautzellen gefördert.
      6. Im Zweifel und vor allem bei einer sich anbahnenden Entzündung sofort zum Arzt gehen! 
    • Hier ist eine schöne Seite zu der Wirkung ätherischer Öle: http://www.aetherische-oele.net/   
    Öle in der Kosmetik
    • Aprikosenkern-, Avocado-, Distel-, Mandel-, Soja-, Traubenkern- und Sonnenblumenöl dicken erst nach einiger Zeit in der Creme an. 
    • Um die Oxidation – das Ranzigwerden – von Ölen zu verhindern, wird oft Vitamin E (= Tocopherol) zugegeben. Dies ist nicht erforderlich bei stabilen Ölen, also solchen, die hauptsächlich aus gesättigten Fettsäuren bestehen wie Avocado-, Erdnuss-, Jojoba-, Oliven-, Palm- und Kokosöl. Diese Öle können hoch erhitzt werden und werden im Kühlschrank fest. 
    • Die Unverseifbaren sind die Bestandteile aus Ölen/Fetten, sie sich beim Kochen mit alkalischen Substanzen (Natrium- oder Kaliumlauge) nicht in Seife verwandeln lassen. Sheabutter hat einen Anteil von 6 % und Avocadoöl von 2 %. Die Unverseifbaren machen die Haut weich und haben feuchtigkeitsbindende Eigenschaften. Sie eignen sich gut zur Nachbehandlung von Narben. 

    15.05.2010

    Garen

    Gartemperaturen:
    1. Als Kochen bezeichnet man das Garen in Wasser beim Siedepunkt von etwa 100°C.  Durch die Zugabe von Salz wird der Siedepunkt erhöht, es dauert also etwas länger bis das Wasser kocht. Wenn der Siedepunkt erreicht ist, wird das Wasser nicht mehr heißer, egal wie viel Hitze noch zugeführt wird. Lediglich das Blubbern wird stärker. Beim sprudelnden Kochen  entweicht der entstehende Wasserdampf in Blasen und das Gargut wird, wie beim Nudelkochen, durchgemischt. Beim siedenden Kochen (auch Simmern genannt) wird dagegen die Hitze auf knapp unter 100°C zurückgenommen, das Wasser kocht nur leicht, es steigen keine Dampfblasen auf und das Kochgut zieht, wie beim Knödelkochen, relativ ruhig gar.
    2. Pochieren ist unter dem Siedepunkt und zwar bei 75-90°C Garziehen. 
    3. Wasser aufkochen im Thermomix:
      •    250 g, ca.   3 Min./100°C/Stufe 1   
      •    500 g, ca.   5 Min./100°C/Stufe 1
      • 1.000 g, ca.   8 Min./100°C/Stufe 1
      • 1.500 g, ca. 12 Min./100°C/Stufe 1
      • 2.000 g, ca. 15 Min./100°C/Stufe 1

      Verschiedenes:

      30.04.2010

      Getreide

      Der Aufbau des glutenhaltigen Getreidekorns
      • Getreide besteht aus dem ölhaltigen Keimling, dem Mehlkörper und den Randschichten (= Kleie).
      • Hauptbestandteil ist der Mehlkörper, der wiederum aus Stärke und Eiweiß besteht. Das Eiweiß hält die Stärketeilchen zusammen, so dass es auch Gluten (= Klebereiweiß) genannt wird.
      • Beim Vollkornmehl wird das gesamte Korn gemahlen und verwendet. Es sollte stets frisch gemahlen werden, da es durch die Lufteinwirkung an Wert verliert und ohne Behandlung wegen dem ölhaltigen Keimling die Gefahr des Ranzigwerdens besteht. 
      • Beim Auszugsmehl werden sowohl der Keimling als auch die Randschichten mehr oder weniger entfernt. Die Typennummer gibt den Ausmahlungsgrad an, je niedriger die Typennummer desto weniger wertvolle Bestandteile sind noch im Mehl vorhanden. So dürfte das Weißmehl mit der Type 405 fast nur noch aus dem Mehlkörper bestehen.
      Gluten
      • Bei Gluten (= Klebereiweiß) handelt es sich um pflanzliches Eiweiß. So besteht 80 % des Gesamteiweißes in Weizen aus Gluten und beinhaltet die beiden Proteinen Gliadin und Glutenin.
      • Gluten ist ein natürlicher Bestandteil des Getreidekorns. Glutenhaltig ist Weizen, Emmer, Kamut, Dinkel, Grünkern (= halb reif geernteter und gedörrter Dinkel), Gerste, Hafer, Roggen. Glutenfrei ist  Amarant, Hirse, Quinoa, Mais, Reis. Bei Menschen, die unter Zöliakie, einer chronische Dünndarmerkrankung, leiden, besteht eine Unverträglichkeit gegen das Gluten.
      • Wie Getreide verwendet werden einige glutenfrei Lebensmittel und zwar beispielsweise:
        • Buchweizen, ein Knöterrichgewächs. 
        • Sojabohne, eine Hülsenfrucht.
        • Esskastanien (Maronen), diese werden getrocknet, manchmal geröstet und dann fein gemahlen. Kastanienmehl gibt es z.B. im Naturkostladen. Kastanien, Maronen
      • In Backwaren hat Gluten eine große Bedeutung, da es das Zwei- bis Dreifache seines Eigengewichtes an Wasser aufnehmen kann. Die Backwaren bleiben dadurch länger frisch und knusprig. Das Gluten sorgt für das Gerüst in den Backwaren und dafür, dass sich ein feinporiger und lockerer Teig bildet, der beim Backen nicht auseinander läuft. Das Gluten muss aber heraus geknetet werden, weshalb eben ein ausreichendes Kneten des Teiges so wichtig ist. Bei Getreidesorten ohne Klebereiweiß reicht ein Verrühren (2 Min./Stufe 5). Bei glutenfreien Getreidesorten fehlt der "Kleber", das Gluten, das dem Teig seine Backeigenschaften verleiht. Als Ersatz wird oft ein Bindemittel eingesetzt wie z.B. Johannisbrotkernmehl, --> Guarkernmehl oder Pfeilwurzelstärke sein. Auf 100 g glutenfreies Mehl kommt normalerweise 1 g  Bindemittel. Ein gutes glutenfrei --> Sauerteigbrot habe ich schon mit 125 g Vollkornreismehl, 250 g Buchweizenmehl, 250 g Sauerteig (bestehend aus 125 g Vollkornreismehl und 125 g Wasser) gebacken. 
      • Das Gluten kann aus dem Getreide selbst --> ausgewaschen oder als Pulver fertig gekauft werden.

      Wasseraufnahme von Getreide
      • Getreide nimmt je nach Sorte unterschiedlich viel Flüssigkeit auf. Dies ist sowohl für das Kochen als auch für das Backen wichtig, um ein optimales Ergebnis zu erhalten. Es gibt jedoch keine exakten Werte sondern nur Näherungswerte, da es auch darauf ankommt, wie feucht bzw. wie trocken die Getreidekörner selbst sind.
      • Hier das durchschnittliche Verhältnis von frisch gemahlenen Getreidekörnern zu Wasser:
      Reis kochen:
      1. Bis zu 300 g Reis in den Gareinsatz geben und diesen in den Mixtopf einsetzen. Pro Person als Beilage 50 g und als Hauptgericht 100 g Rohware rechnen. 
      2. Mit Wasser auffüllen, so dass der Reis gut 1 cm bedeckt ist. 
      3. Salz zugeben, bei 250 g Reis 0,5 TL Salz. 
      4. Kurz auf Stufe 6 durch spülen.
      5. Dann ca. 30 Min./Varoma/Stufe 2 garen. Packungsanweisung beachten, bei manchen Reissorten reicht eine kürze Garzeit, andere, wie z.B. Vollkornreis, brauchen eine längere. 
      6. Gut schmeckt es, wenn eine Prise Curry unter den Reis gemischt wird.
      Weizen, Dinkel, Roggen, Kamut, Gerste kochen:
      1. Getreide in einer Pfanne so lange trocken rösten bis das Getreide anfängt zu poppen.  Dieser Schritt kann auch ausgelassen werden.
      2. Ca. 12 Stunden in Wasser einweichen. 
      3. Den Gareinsatz (= Siebeinsatz) in den Mixtopf einsetzen.
      4. Das Getreide mit dem Einweichwasser hinein geben.
      5. Mit Wasser auffüllen, so dass das Getreide knapp bedeckt ist. 
      6. Kurz auf Stufe 6 durch spülen.
      7. Dann ca. 30 Min./Varoma/Stufe 2 garen.

      Bulgur  ist  geschälter, vorgekochter und geschroteter Weizen. --> hier klicken und --> hier. Es gibt ihn auch aus Dinkel.


      Hirse, Amaranth, Quinoa kochen:
      1. 100 g des Getreides und (200-) 250 g Wasser in den Mixtopf geben.
      2. Erst 10 Min./100°C/Linkslauf/Stufe 1 kochen
      3. Danach weitere 15 Min./90°C/Linkslauf/Stufe 1.
      4. Noch ein paar Minuten ausquellen lassen.
      Auf dem Herd Hirse und Wasser 10 Min. kochen und danach bei geschlossenem Deckel noch 10 Min. ausquellen lassen.

      Grieß:
      • Grieß kann im Grunde aus allen Getreidesorten hergestellt werden. Das Getreide wird geschrotet und durch Aussieben von der Kleie getrennt. Übrig bliebt der Grieß.
      • Grieß aus Hartweizen (sog. Durumweizen) wird aufgrund der Beschaffenheit seines Klebereiweißes  für die Herstellung von Nudeln ohne Eier verwendet, wobei der Grieß je nach seiner Körnung zuvor noch gemahlen werden muss. Aber auch Couscous wird aus dem angefeuchtetem und zu Kügelchen zerriebenem Hartweizengrieß hergestellt.
      • Grieß aus Weichweizen (in Deutschland verkürzt Weizen genannt) und aus Dinkel wird dagegen hauptsächlich zum Kochen verwendet, wie für --> Grießbrei und --> Grießklößchen.

      25.04.2010

      Backpulver

      1 Pck. Backpulver = 17 bzw. 21 g = 3 TL für 500 g (Weiß-) Mehl 
      1. Backpulver ist ein zum Backen benutztes Triebmittel. Backpulver treibt den Teig in die Höhe, Natron in die Breite. Das Natron wird auch als  Natriumbikarbonat, Kaisernatron, Speisenatron, Haushaltsnatron bezeichnet und kann im Einzelhandel gekauft werden.
      2. Backpulver besteht aus Natriumhydrogencarbonat = doppelt kohlensaures --> Natron und einem Säurungsmittel. Durch Hitze und Feuchtigkeit reagiert das Natron mit der Säure und setzt Kohlenstoffdioxid (CO2) frei, wodurch kleine Gasbläschen entstehen und der Teig aufgelockert wird. Damit wird ein ähnlicher Trieb erreicht wie bei der Verwendung von Hefe im Hefeteig und Bakterien im Sauerteig, wo ebenfalls CO2 entsteht.
      3. Beim klassischen Backpulver wird Phosphat (ein saures Salz) als Säurungsmittel verwendet. Seine Wirkung setzt sofort ein, wenn es mit Feuchtigkeit in Verbindung kommt, es verliert seine Triebkraft relativ schnell, der Teig sollte daher nach Zugabe der Mehl-Backpulvermischung nicht mehr lange gerührt und sofort verbacken werden.
      4. Beim natürlichen Backpulver wird als Säurungsmittel Zitronensäure (E 330) oder Weinsäure (E 334) oder Weinstein (E 336) verwendet. Wird Kefir, Buttermilch oder Joghurt in den Teig gegeben, ist die Zugabe dieser Säurungsmittels nicht nötig, da ja schon Milchsäurebakterien vorhanden sind.  
        • Mit Essig/Zitrone: Auf 500 g Mehl 1 TL (5 g) Natron mit 3 EL Essig oder Zitronensaft oder Zitronensäure (und Wasser) verrühren und zum Teig geben. Das Natron reagiert dabei sofort und heftig, es schäumt, deshalb den Teig sofort verbacken. 
        • Das Weinsteinbackpulver entfaltet seine Wirkung erst, wenn es erhitzt wird. Teige können daher lange gerührt und auch über Stunden zum Quellen ruhen gelassen werden. Es kann über Apotheken bezogen oder im Einzelhandel in kleinen Tütchen gekauft oder nach einem Tipp von Tebasile selbst hergestellt werden. Für 1 TL Weinsteinbackpulver: 0,25 TL Maisstärke oder Reismehl oder Pfeilwurzelstärke, 0,25 TL Natron und 0,5 TL Weinstein mischen.

      20.03.2010

      Verdampfungstabelle für das Varomakochen

      1. Einstellung: 20 Min./Varoma/Stufe 1 ohne aufgesetzten Messbecher
        • Bei 200 g Wasser im Mixtopf nach 20 Min. kein Wasserrest, der Topf ist ausgetrocknet
        • Bei 300 g Wasser im Mixtopf nach 20 Min. kein Wasserrest, Topf ist trocken
        • Bei 350 g Wasser im Mixtopf nach 20 Min. Rest von 40 g Wasser
        • Bei 400 g Wasser im Mixtopf nach 20 Min. Rest von 110 g Wasser
        • Bei 500 g Wasser im Mixtopf nach 20 Min. Rest von 210 g Wasser
      2. Einstellung: 30 Min./Varoma/Stufe 1 ohne aufgesetzten Messbecher
        • Bei 400 g Wasser im Mixtopf nach 30 Min. kein Wasserrest, Topf ist trocken / ausgetrocknet
        • Bei 500 g Wasser im Mixtopf nach 30 Min. Rest von 30 g Wasser
        • Bei 600 g Wasser im Mixtopf nach 30 Min. Rest von 140 g Wasser
        • Bei 700 g Wasser im Mixtopf nach 30 Min. Rest von 290 g Wasser
      3. Einstellung: 30 Min./Varoma/Stufe 2 mit aufgesetztem gefülltem Varoma (Gemüse)
        • Bei 500 g Wasser im Mixtopf nach 30 Min. Rest von 110 g Wasser 
      4. Einstellung: 45 Min./Varoma/Stufe 1 ohne aufgesetzten Messbecher
        • Bei 600 g Wasser im Mixtopf nach 45 Min. kein Wasserrest, Topf ist trocken  
        • Bei 700 g Wasser im Mixtopf nach 45 Min, Rest von 5 g Wasser
        • Bei 800 g Wasser im Mixtopf nach 45 Min. Rest von 90 g Wasser
        • Bei 900 g Wasser im Mixtopf nach 45 Min. Rest von 195 g Wasser
      5. Einstellung: 60 Min./Varoma/Stufe 2 mit aufgesetztem leerem Varoma
        • Bei 1.000 g Wasser im Mixtopf nach 60 Min. Rest von 200 ml Wasser
      --> Entsaften im Varoma

      15.03.2010

      Einkochen durch heiß einfüllen


      • Schraubgläser (= Twist-Off-Gläser) und Deckel gründlich reinigen, Spülmittelreste entfernen, sehr heiß ausspülen und ca. 5 Min. in fast kochend heißes Wasser legen.
      • Zum Trocknen die Gläser und Deckel umgekehrt auf ein frisches Geschirrhandtuch stellen.
      • In der Zwischenzeit den Vorrat kochen.
      • Die Gläser umdrehen und auf das nun feuchte Geschirrhandtuch stellen.
      • Das fertige Kochgut sofort nach dem Kochen heiß in die Gläser füllen, dabei langsam und nach und nach einfüllen, damit diese nicht platzen.
      • Den Rand säubern, das Glas sofort verschließen und mindestens 5 Min. auf den Kopf stellen, so dass sich ein Vakuum bildet.
      • Kontrollieren, ob sich ein Vakuum gebildet hat. Dafür mit dem Finger auf die Mitte des Deckels drücken. Gibt er nicht nach, ist das Vakuum in Ordnung und das Glas kann aufbewahrt werden. Am besten kühl und dunkel lagern. Vorräte mit einem Zuckergehalt von 0 bis 50 % sind so ungeöffnet mindestens 6 Monate haltbar.
      • Gibt der Deckel nach, dann ist das Glas oder der Deckel nicht in Ordnung und muss wie ein geöffnetes Glas im Kühlschrank aufbewahrt und der Inhalt bei einem niedrigen Zuckergehalt innerhalb von 2-4 Wochen verbraucht werden. Die benötigte Menge bitte immer nur mit einem sauberen Löffel entnehmen, damit keine Bakterien hinein gelangen.
      • Die Haltbarkeit verlängert sich, wenn der Zuckergehalt erhöht wird oder konservierende Zutaten wie Zitronensäure oder Essig beigegeben werden. So ist --> Senf nach dem Öffnen des Glases noch 6-12 Monate im Kühlschrank haltbar.
      --> Marmelade und Gelee
      --> Süß-scharfe Chili-Sauce

      01.02.2010

      Low Carb, Die kohlenhydratarme Ernährung

      Bei dieser Ernährungsweise, die z.B. von den Eskimos noch praktiziert wird, wird auf Kohlenhydrate ganz oder teilweise verzichtet und besteht die Ernährung hauptsächlich aus Eiweißen und Fetten.

      Normalerweise verwendet der Körper für die Energieversorgung Kohlenhydrate. Wird die Kohlenhydrataufnahme drastisch reduziert, bildet der Köper aus den Fettreserven sogenannte Ketonkörper, die die Aufgabe der Kohlenhydrate übernehmen.

      Es funktioniert so:

      Werden mit der Nahrung Kohlenhydrate aufgenommen, so werden diese zunächst in Glukose (= Traubenzucker = Einfachzucker) umgewandelt. Der Blutzuckerspiegel steigt an und die Bauchspeicheldrüse schüttet das Hormon Insulin aus. Das Insulin bewirkt zunächst, dass die Glukose zu ihren Verbrennungsorten transportiert und dort für den Energiebedarf verbraucht wird. So werden täglich mindestens 50-100 g Kohlenhydrate zur Energiegewinnung verbrannt. Dadurch wird der Blutzuckerspiegel wieder nach unten reguliert. Werden mehr Kohlehydrate aufgenommen als für den Energieverbrauch benötigt werden, werden diese zu Glykogen (Vielfachzucker) umgewandelt und in der Leber (zur Regulierung des Blutzuckerspiegels) und in den Muskeln (zur Deckung ihres eigenen Energiebedarfs und damit zum Muskelaufbau - anabole Wirkung des Insulin) gespeichert. Sind die Glykogenspeicher voll, werden die überschüssigen Kohlehydrate in Fettsäuren umgewandelt und im Fettgewebe gespeichert. Da stets etwas mehr Insulin ausgeschüttet als benötigt wird, sucht der Körper nach weiteren Kohlenhydraten, es entsteht ein Hungergefühl, ein Verlangen nach Kohlenhydraten (sogenannte "Insulin-Hunger-Spirale").

      Bei zu niedrigem Blutzuckerspiegel oder bei erhöhtem Energiebedarf (z.B. durch eine proteinreiche Mahlzeit oder bei starker körperlicher Anstrengung wie durch Sport) wird von der Bauchspeicheldrüse das Hormon Glucagon und über das Nebennierenmark das Hormon Adrenalin ausgeschüttet. Das Adrenalin bewirkt, dass die Insulinausschüttung gehemmt wird und das Glucagon sorgt dafür, dass die Leber das Glykogen abgibt und wieder in Glukose umgewandelt wird. Hierdurch wird der Blutzuckerspiegel erhöht.

      Werden nur bis zu 30 g Kohlenhydrate pro Tag aufgenommen, schaltet der Körper vom Glukosestoffwechsel in den Ketosestoffwechsel um und ist der Glykogenspeicher in der Leber spätestens innerhalb von drei Tagen leer. Dann übernehmen die Fette die energieliefernde Funktion der Kohlenhydrate. Die Fettsäuren werden zu Ketonkörpern umgewandelt und für den Energiebedarf verbraucht – der Körper ist in der Ketose. In Apotheken können Ketostix Teststreifen bezogen werden, die über den Urin anzeigen, ob sich der Körper in der Ketose befindet.

      Die Vorteile einer kohlenhydratarmen Ernährung sind vor allem Muskelaufbau durch die hohe Eiweißzufuhr, kein Heißhunger und Verbesserung der Blutwerte. Weitergehende Informationen gibt es z.B. hier:http://www.ironsport.de/KetoTheorie.htm und einen Nährstoffrechner z.B. hier:http://www.ironsport.de/lebensmittel/food.htm.

      Eine Gewichtsabnahme ist damit aber nur verbunden, wenn gleichzeitig weniger Kalorien aufgenommen als verbraucht werden, also ein Kaloriendefizit besteht.

      Diätformen:
      • Atkins-Diät: fast keine Kohlenhydrate, sehr fett- und eiweißreich
      • Low Carb (LC): kohlenhydratarme Diät
        • mit Ketose: maximal 30 g Kohlenhydrate pro Tag
        • ohne Ketose: etwa 70-100 g Kohlehydrate pro Tag
      • verschiedene Formen, die auf dem Glykämischer Index (GI) und der Glykämischen Last (GL) basieren, insbesondere die Montignac-Methode, Glyx-Diät und die Logi-Methode
      Rezepte sind vor allem in den Rubriken Eier, Käse, Gluten, Soja und nicht vegetarisch zu finden.

      01.01.2010

      Die Zuckerpflanze Stevia

      Stevia ist eine Pflanze, deren Blätter sehr süß schmecken. Sie wird deshalb auch als Süßkraut oder Zuckerpflanze bezeichnet. Beheimatet ist sie in Südamerika, wo die Indianer sie schon seit mehreren Jahrhunderten als Heil- und Süßungsmittel verwenden. Sie ist ein natürlicher Süßstoff.

      Die Pflanze wächst auch bei uns. Sie kann aus Saaten gezogen werden, es gibt aber auch im Handel und sogar auf dem heimischen Wochenmarkt Pflanzen zu kaufen. Sie ist mehrjährig, nicht winterhart (Überwinterung in einem kühlen Raum nach einem nicht zu kräftigen Rückschnitt) und kann leicht durch Absenker (einen Stängel mit Erde bedecken) vermehrt werden. Wie Basilikum mag sie es abwechselnd feucht und trocken, und werden nur die Triebspitzen geerntet, damit die Pflanze buschiger wächst.

      Es gibt verschiedene Sorten von Steviapflanzen, die auch unterschiedliche Süßkraft besitzen. Die volle Süße entwickelt sich auch nicht sofort, sondern Stevia gibt die Süße nach und nach innerhalb von wenigen Minuten ab, bei Wärme schneller als bei Kälte. Deshalb muss stets vorsichtig dosiert werden.

      Verwendet werden die frischen oder auch getrockneten Blätter im Grunde wie Zucker. Entweder grob zerkleinert oder fein gemixt. Für 1 Liter Limonade werden z.B. 2-3 TL zerkleinerte Blätter mit kochendem Wasser übergossen und ca. 10 Min. ziehen gelassen. Die Blätter können mit verzehrt oder z.B. beim Tee wieder abgefiltert werden.

      Aus den (frischen) Blättern kann auch ein Extrakt hergestellt werden. Dafür 1 Teil/1 Tasse zerkleinerte Steviablätter mit 2 Teilen/2 Tassen Wasser 10 Min. kochen, dann abfiltern, in eine Flasche füllen und im Kühlschrank aufbewahren.

      Es gibt aber auch im Handel etliche Produkte zu kaufen. Diese sind in einigen Ländern als Nahungsergänzungsmittel zugelassen, in Deutschland dürfen sie jedoch nur als Zusatz zur Dental- und Hautkosmetik angeboten werden. Zu beziehen sind sie z.B. über den Internethandel, Reformhäuser und Naturkostläden.

      Dosierung:
      1 TL Zucker = 5 g = 1 Stück Würfelzucker
      1 Steviatab = ca. 10 g Zucker
      1 Tropfen Steviafluid = 2-3 g Zucker